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Koreanischer Ginseng

Koreanischer Ginseng

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Die Ginsengpflanze Panax chinseng C.A. Meyer wird in Korea seit Tausenden von Jahren angebaut und als Naturheilmittel verwendet. Die Staudenpflanze gedeiht nur auf besonders zubereitetem Boden und darf bis zu 6 Jahre lang nicht geerntet werden. Der in der Ginsengwurzel aufgesaugte Naturschatz ist deswegen reich an wertvollen Substanzen.

Wirkungsweise
Ginseng enthält verschiedene Aminosäuren, Vitamine des B-Komplexes und Ginsenoside. Die Ginsenoside sind Saponine oder seifenartige Stoffe, die nur im Ginseng vorkommen. Sie beseitigen Funktionsstörungen im Körper und gelten als Anti-Aging-Mittel. Gemäß der asiatischen Naturheilkunde trägt Ginseng zur Verbesserung des Immunsystems bei, er fördert die Duchblutung und vermindert die Aggregation von Blutplättchen. In Korea wird Ginsengtee regelmäßig getrunken, um Ermüdungserscheinungen und Stress vorzubeugen, um sich vor Krebszellen zu schützen, um Fett abzubauen oder um Depressionen in den Wechseljahren entgegen zu wirken.

Ginseng ist kein Arzneimittel gegen Krankheiten, sondern vielmehr ein Mittel für eine bessere Gesundheit und ein langes Leben. Die Ginsenoside wirken nämlich als Adaptogen. Sie haben eine ausgleichende Wirkung auf Körper und Seele, denn die Anpassung des Körpers und der Seele an Reize wird verbessert, indem die einzelnen Funktionen harmonisiert werden. Ein Adaptogen ist definiert als eine Substanz, welche die Fähigkeit hat, den natürlichen Zustand oder das Gleichgewicht in den Körperfunktionen wieder herzustellen. Gemäß der taditionellen chinesischen Medizin TCM  trägt Ginseng vor allem zur Stabilisierung der Geisteskräfte, zur Stärkung der Gedächtnisleistung und zur Verbesserung des Erinnerungsvermögens bei. Ginseng soll z.B. auch bei Lethargie, bei schwacher körperlicher Konstitution, schwachem Gesundheitszustand, übermäßigem Schwitzen oder einer schwachen Verdauung ausgleichend wirken.

Inhaltsstoffe Koreanischer versus Amerikanischer Ginseng
Koreanischer Ginseng ist besonders hochwertig, weil er etwa doppelt so viel Saponin enthält als amerikanischer Ginseng. Der am stärksten enthaltene medizinische Wirkstoff ist das Ginsenosid, welches nicht nur eine andere Zellstruktur, sondern auch eine völlig andere Wirkung besitzt als die in anderen Pflanzen enthaltenen Saponine. Darüber hinaus enthält der koreanische Ginseng Polyacetylen, Gornisin-N und –A sowie säurehaltige Peptide, die ähnlich wie Insulin wirken. Inhaltsstoffe wie Phenol und Polyacetylen, welche die Aktivierung von Schwefel unterdrücken und die Vermehrung von Krebszellen verhindern, sind in koreanischem Ginseng viel stärker konzentriert als in der amerikanischen Ginsengpflanze.

Roter versus weißer Ginseng
Zur Zeit der Entstehung der traditionellen chinesischen Medizin vor mehr als 2000 Jahren gab es noch keinen roten Ginseng. Die Wirkungsweise des Ginsengs nach TCM ist aber beim weißen ebenso wie beim später entwickelten roten Ginseng die gleiche.
Weißer Ginseng stammt meist von 3-4-jährigen Ginsengwurzeln. Diese werden nach der Ernte geschält und in der Sonne getrocknet. Da die wertvollen Ginsenoside direkt unter der Rinde sitzen, muss das Schälen besonders behutsam erfolgen, denn durch den Schälprozess können wertvolle Substanzen verloren gehen.
Für den roten Ginseng werden die Wurzeln meistens erst nach 6 Jahren geerntet und sie werden einem traditionellen Dämpfungsverfahren unterzogen. Die Ginsenoside werden dadurch besser erhalten. In Korea gilt roter Ginseng gegenüber dem weißen Ginseng deswegen als hochwertiger. Roter Ginseng enthält zwar etwas weniger Ginsenoside als weißer Ginseng, aber er ist dafür besser verträglich, denn manche Personen reagieren auf weißen Ginseng empfindlich. Eventuelle Nebeneffekte können durch den Dämpfungsprozess verhindert werden.

Da frischer Ginseng über 75% Wasser enthält, ist er nicht lange haltbar. Durch den Dämpfungs- und Trocknungsprozess wird der Wassergehalt der Ginsengwurzel auf unter 14% reduziert. Eine auf diese Weise behandelte ungeschälte Ginsengwurzel, also roter Ginseng, ist bis zu 20 Jahre haltbar. Heutzutage wird roter und weißer Ginsengtee gleichermaßen durch moderne Extrahierungs- und Granulierungsverfahren hergestellt, so dass die Frage der Konservierung irrelevant geworden ist.

Quelle: CREER Corp. Korea.