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Grüner Tee Japan

Grüner Tee aus Japan

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Grüner Tee aus Japan - Geschichte

Japan produziert  traditionsgemäß seit über acht Jahrhunderten nur Grünen Tee. Zweifellos stammt die größte Auswahl an feinsten Grünen Tees von bester Qualität aus Japan. Die Teeverarbeitung ist an vielen Orten hoch technisiert und wird wissenschaftlich überwacht. Die biologische Plantagenpflege (Schädlings- und Unkrautbekämpfung) ist sehr weit fortgeschritten. Die Grundqualitäten bekommen meist zweisilbige Namen, wobei die zweite Silbe "cha" "Tee" bedeutet. Zusätzlich werden für sehr gute Qualitäten auch die Namen der Plantagen verwendet. Die meisten japanischen Tees sind schonend gedämpft, um die Wirkstoffe vollständig zu erhalten. Die bedeutendsten Anbaugebiete sind Shizuoka an den südlichen Ausläufern des heiligen Berges Fujiyama und die Inseln Kyushu und Saitama nördlich von Tokio.

Gyokuro

Der Name Gyokuro bedeutet  "Tautropfen" oder "edler Tautropfen". Die Verarbeitung ist ähnlich wie beim Shincha. Wichtigster Unterschied sind die Blätter, die zu mindestens 90 Prozent im Schatten wachsen, daher auch seine andere Bezeichnung "Schattentee". Außerdem werden nur die sehr jungen, zartesten und weichsten Blätter verwendet. Dieser besondere Tee gilt als absolut beste und neben dem Matcha-Tee teuerste Sorte. Das Aroma ist kräftig, und doch ist der Tee weniger bitter als andere Sorten. Gyokuro-Tee wird von Kennern mit abgekochtem Wasser angegossen, das auf 50 bis 60° C abgekühlt wurde. Der Tee ist gold-grünlich gefärbt, der Koffeingehalt ist sehr hoch.

Sencha

Sencha ist die populärste und meistgetrunkene Teesorte in Japan. "Sen" bedeutet "einfaches Anbrauen" mit heißem Wasser. Die meist maschinell gepflückten Blätter - es handelt sich dabei um junge bis mittlere Triebe - werden schnellstmöglich verarbeitet, das heißt, 20 bis 30 Sekunden gedämpft. Anschließend werden sie unter Heißluftzufuhr geschüttelt und so lange getrocknet, bis sie nach mehrmaligem Rollen wie grüne Nadeln aussehen. Sencha-Tee stammt aus verschiedenen Plantagen (Herkunft) und wird zu unterschiedlichen Zeiten (Erntestadium) gepflückt, weshalb es verschiedene Qualitäten gibt. Der Tee ist von heller, goldener Färbung.

Guricha

Guricha ist eine spezielle Sencha-Sorte von der Insel Kyushu. Guricha wächst auf eher vulkanischer Erde. Das Aroma ist kräftig und aromatisch.

Yama-no-cha

"Yama" bedeutet Berg und "cha" Tee. Es handelt sich also um einen Bergtee. Yama-no-cha wächst auf rund 500 bis 800 Metern über dem Meeresspiegel am Südhang des Fujiyama. Die Bergplantagen sind bekannt für speziell hochwertige Tees als Sencha oder Shincha (Frühjahrsqualitäten).

Bancha

"Ban" steht für grob, rau und gewöhnlich. Hier werden nur ältere, größere Blätter geerntet, die jedoch wie beim Sencha verarbeitet werden. Der Anteil an Koffein ist sehr gering, der von Eisen und Gerbstoffen sehr hoch. Dieser Tee gilt als idealer Familientee; er schmeckt kräftig und eignet sich auch als kaltes Getränk.

Kukicha oder Kukeicha

"Kuki" sind Stiele, die bei der Sencha- oder Bancha-Produktion anfallen und entfernt werden. Dieser Tee besteht zu 90 Prozent aus Blattstielen und ist deswegen nahezu koffeinfrei, jedoch reich an Spurenelementen. Kukicha gilt als eine spezielle Grüntee-Qualität mit sehr kräftigem Aroma.

Hojicha oder Houjicha

Hojicha ist ein gerösteter Bancha-Tee. Er hat eine bräunliche Farbe und sein Geschmack ist herb-rauchig. Nach makrobiotischer Lehre wird der Tee durch das Rösten "yangisiert", d. h. mit Yang-Kräften angereichert. Hochicha ist koffeinarm und deshalb zum Essen, vor dem Schlafengehen und im Winter zu empfehlen. 

Genmaicha

"Genmaicha" heißt "Naturreis". Diese Teespezialität besteht aus Bancha-Tee, dem rund 50 Prozent geröstete bzw. gepufferte Naturreiskörner beigemischt werden. Dies ergibt ein "wärmendes" Aroma, daher wird Genmaicha vor allem nach dem Essen, vor dem Schlafengehen und im Winter gern getrunken.

(Quelle: Peter Oppliger, "Grüner Tee, Kultur - Genuss - Gesundheit", AT Verlag, Aarau und München 2010)