Die Geschichte des Tees
Tee besitzt das Privileg, das älteste Getänk der Welt zu sein. Die Geschichte des Tees lässt sich auf über 5000 Jahre zurückverfolgen und vielzählige Legenden erzählen von seiner Entdeckung.
Nach chinesischer Legende entstand Tee dadurch, dass zufällig ein Blatt von einem Teebusch in die Tasse heißen Wassers fiel, die Kaiser Shen Nung im Jahr 2737 v.Chr. gerade in Händen hielt. Der Herrscher meinte, dass das entstandene Getränk wesentlich besser schmeckte als heißes Wasser - und der Tee war geboren.
Die Inder erzählen sich, dass der schläfrige Buddha während einer Meditation ein paar Teeblätter von einem naheliegenden Busch kaute und dadurch plötzlich hell wach wurde.
Nach japanischer Überlieferung schnitt der gleiche Buddha aus Wut über seine Schläfrigkeit seine Augenlider ab und warf sie zu Boden. An der gleichen Stelle wuchs daraufhin die erste Teepflanze aus dem Boden.
Welche Geschichte auch immer wahr sein sollte, fest steht, dass die erste Teepflanze aus China stammt, wahrscheinlich aus der Grenzregion zwischen Burma, Nordvietnam und Yunnan, und dass die Tradition, aus Teeblättern ein Getränk zuzubereiten, von den Chinesen ausging.
Durch die Holländer wurde der Tee im 17. Jahrhundert in Europa eingeführt. Die erste Teesendung wurde von den Schiffen der Ostindienkompanie, die regelmäßige Handelsbeziehungen nach dem Fernen Osten unterhielt, 1610 nach Holland gebracht, danach auch nach Frankreich und England. 1657 begann Thomas Garrington in seinem "Coffee Shop" in London mit dem Ausschank von Tee. Zunächst dem Adel vorbehalten, wird Tee bald von den Schöngeistern, die in den "Coffee Houses" verkehren, sehr geschätzt, und letztere werden dann auch in "Teehäuser" umbenannt.
Nach Amerika geriet der Tee durch englische und holländische Emigranten. Auf den großen Schifffahrtswegen kam es zu regelrechten Regatten zwischen den "Tea Clippers", den leichtgebauten Segelschiffen, die den kostbaren und begehrten Tee transportierten.
Da die Teepreise durch die chinesischen Produzenten aber weiterhin exorbitant hoch gehalten wurden, erfanden die Engländer eine Tauschwährung, indem sie Opium illegal nach China einführten. So kam es zum Opiumkrieg.
Angesichts der wachsenden Nachfrage in der westlichen Welt begannen die Engländer mit der Entwicklung von Anbaugebieten in Indien 1834 und auf der Insel Ceylon 1857. Im englischen Kolonialgebiet wurde der Tee aber weiterhin mit hohen Zöllen belegt. Die Bürger der englischen Kolonie in Boston entschieden sich deswegen 1773 für einen Importboykott und warfen die Fracht eines Teeschiffs ins Meer. Diese sogenannte "Boston Tea Party" hatte englische Strafmaßnahmen zur Folge und setzte somit den amerikanischen Unabhängigkeitskrieg in Gang.
Quelle: BOH Plantations Sdn. Bhd., Kuala Lumpur, Malaysia; www.palaisdesthes.com.


